TRAUNER Leseprobe

Endlich bleiben mir die Leut’! 10 1.1 Hierarchie – ein Organisationsprinzip mit Reformbedarf des Kapitels Ziel Menschen haben im Laufe der Evolution zwei Organisationsformen entwickelt: die Gruppe und die Hierarchie. Erstere ist so alt wie die Menschheit, Letztere gibt es seit ca. 10 000 Jahren. Um zukunftsfähig zu sein, müssen wir vor allem unser Verständnis von Hierarchie verändern. Die Hierarchie selbst werden wir nicht abschaffen können, daher besteht die Aufgabe darin, sie weiterzuentwickeln. In diesem Kapitel können Sie sich Anregungen holen, um Ihre Organisation zu verändern, sofern Sie das als notwendig erachten. Die hier vorgeschlagenen Modelle sind praxisnah und wurden zufällig gereiht. Es gibt nicht ein richtiges oder bestes Modell, sondern eine Vielzahl an Verästelungen, die Antworten auf verschiedene Problemfelder bieten. Das beste Modell ist also immer jenes, das für die Weiterentwicklungsnotwendigkeit am besten passt. 1.1.1 Ein historischer Blick auf Führung und Hierarchie Es gibt Leute, die führen, und solche, die geführt werden. In vielen Unternehmen gibt es Menschen, die das Sagen haben, und andere, die befolgen. Das Wort Hierarchie kommt aus dem Altgriechischen und wird wörtlich als „heilige Ordnung“ übersetzt. Eine Hierarchie ist die Rangordnung innerhalb einer Organisation, in der Personen nach Zuständigkeit, Verantwortung und Entscheidungsbefugnissen geordnet sind. Sie dient dazu, Strukturen und klare Kommunikations- und Entscheidungswege zu schaffen. Definition In einer Hierarchie nimmt von unten nach oben die Zahl der Personen pro Hierarchieebene ab (Organigramme haben meist Pyramidenform), während die Funktionen, Kompetenzen und Verantwortungen zunehmen. Dieses Verständnis von Organisation und Kultur ist jedoch ins Wanken geraten.

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