TRAUNER Leseprobe

Endlich bleiben mir die Leut’! 130 3.1 Systemische Prinzipien: Bindung, Ordnung, Ausgleich Organisationskultur wirkt. Am besten kann man die Komplexität dieses Wirkens durch die grundlegenden systemischen Prinzipien und ihre Störungen in Familien und Unternehmen vermitteln. In diesem Kapitel erfahren Sie einiges über Zusammenhänge, die nicht auf den ersten Blick ersichtlich sind, die meist im Verborgenen wirken, aber oft mit enormer Kraft. Ein Verständnis dafür kann Ihnen helfen, die eigenen Reaktionen und Handlungen besser auf Situationen abzustimmen. Wir finden in Organisationen immer unsichtbare Kräfte, die uns prinzipiell nicht stören, außer sie bewirken Störungen. Die wichtigsten drei – Bindung, Ordnung, Ausgleich – müssen wir uns genau ansehen. Was meinen wir in diesem Zusammenhang mit System? Der Begriff „System“ steht für die Ganzheit einer Organisation sowie das Zusammenspiel all ihrer Teile. Man könnte auch sagen: Das System ist mehr als die Summe seiner (sichtbaren) Teile. Ein System besteht aus mehreren Teilen, die miteinander in Verbindung stehen und mit der Umgebung im Austausch sind. Jedes System unterliegt gewissen Ordnungsstrukturen, deren Einhaltung für das reibungslose Funktionieren, die Erfüllung der Aufgaben und damit für den Erfolg eines Systems notwendig ist. Definition Beispiele für Systeme sind das Organsystem, das Ökosystem, ein Familiensystem, ein Staat, ein Staatenbund, ein Unternehmen oder jede andere Organisation. Sie alle folgen den systemischen Prinzipien Bindung, Ordnung und Ausgleich. Wir alle leben in und mit diesen Ordnungsprinzipien, selbst wenn wir sie nicht verstehen bzw. sie für uns nicht sichtbar sind. Erst wenn wir sie verstanden haben, können wir aktiv darauf einwirken – außer wir schaffen es intuitiv. des Kapitels Ziel

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