Endlich bleiben mir die Leut’! 140 Die Bindungen in Unternehmen verändern sich, Ordnung und Hierarchie können variieren und Ausgleich findet auf beiden Seiten statt. Die Vermischung dieser beiden Prinzipien in Familienbetrieben führt oftmals zu inneren oder äußeren Konflikten. Ein Unternehmen kann ich verlassen, die Familie jedoch nicht. Den Vater kann ich zeitlebens achten, aber im Betrieb muss er Platz machen, wenn ich nachfolgen soll. Die Hauptaufgaben und Ziele von Unternehmen sind das Generieren von Wertschöpfung, das Verdienen von Geld durch investiertes Kapital sowie die Schaffung von Arbeitsplätzen und Infrastruktur. Unternehmen pflegen intensive komplexe Beziehungen mit ihrem Umfeld und bilden Subsysteme regionaler, nationaler oder globaler Wirtschaftssysteme. Sie befriedigen Marktbedürfnisse wie den Absatzmarkt, den Kapitalmarkt, den Beschaffungsmarkt und den Staatsmarkt. Gemäß dem deutschen Soziologen NIKLAS LUHMANN gibt es zwei wichtige Perspektiven: In der Familie liegt der Fokus auf dem Bewahren und Erinnern der Vergangenheit, um eine gemeinsame Zukunft zu gestalten. Hingegen ist es für Unternehmen entscheidend, nach vorne zu schauen und eine gemeinsame zukunftsgerichtete Geschichte zu entwickeln, um erfolgreich zu sein. Das Bewahren und das Erinnern in der Familie sind nach LUHMANN das Fundament, um das Unternehmen zu erhalten. Jedoch birgt es die Gefahr, notwendige Innovationen zu vernachlässigen, die den Unternehmenserfolg gefährden können. Systemische Ansätze können Unternehmen dabei unterstützen, eine ausgewogene Balance zwischen Tradition und Innovation zu finden. Indem sie die Vergangenheit würdigen und gleichzeitig neue Wege erkunden, können sie eine erfolgreiche Zukunft für das Unternehmen gestalten. BEISPIELE
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