TRAUNER Leseprobe

Endlich bleiben mir die Leut’! 142 3.4 Die Kraft der Gruppe als älteste Organisationsform des Kapitels Ziel Nicht nur die schon erwähnte Dynamik in Gruppen verdient unsere Aufmerksamkeit, sondern ganz besonders die speziellen Kräfte, die in einer Gruppe wirken. Sie werden in der Praxis oft vernachlässigt bzw. als unwichtig eingestuft, vielleicht gerade weil sie so tief in uns stecken, dass wir sie gar nicht bewusst bemerken. Und doch prägen sie unser Handeln. Mit jedem Ausscheiden oder Hinzukommen einer Person verändert sich das bestehende Gruppengefüge bezüglich des Verhaltens, der Strukturen sowie (informeller) Gruppenrollen und Hierarchien. Wer das erkennt und die dahinter liegenden gruppendynamischen Kräfte und Regeln kennt, kann besser bzw. richtig reagieren. Alle anderen machen es mit dem Bauchgefühl – auch nicht schlecht, aber oft fehlerhaft, weil es auf dem rein subjektiven Erfahrungshorizont basiert. 3.4.1 Teamentwicklung Das Zusammenwirken, das wechselseitige Beeinflussen der Mitglieder einer Gruppe bzw. eines Teams, ist ein sensibles Netz, das mitunter heftig auf Impulse von außen reagiert. Im betrieblichen Kontext, wo es – neben den gemeinsamen Werten, die eine Gruppe verbinden – gemeinsame Ziele, Erfolgsdefinitionen und Arbeitsprinzipien gibt, sprechen wir von einem Team. Die Unterscheidung zwischen Gruppe und Team ist durchaus praxisrelevant, weil die Leitung, die Kommunikation und auch Interventionen im Fall von Störungen unterschiedlich sein können. Die Grundprinzipien ihres Wirkens und Funktionierens sind allerdings dieselben.

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