TRAUNER Leseprobe

Systemprinzipien verstehen – wichtige Störungen vermeiden 143 Es ist wesentlich, dass Führungskräfte die Dynamik der Team-Neuformierung nicht einfach unbewusst geschehen lassen, sondern diesen Prozess bewusst und aufmerksam begleiten. Transparenz und ehrliche Kommunikation sind in Veränderungsphasen besonders wichtig. Typische Themen, die sich zeigen können, sind – neben der allgemeinen Frage der Zugehörigkeit – Macht und Einfluss sowie Nähe und Distanz. Ein anerkanntes Basismodell, das hilft zu verstehen, wie Teams sich entwickeln, Konflikte überwinden und schließlich produktiv zusammenarbeiten, ist jenes von BRUCE TUCKMAN. Es beschreibt die Entwicklung von Teams in fünf typischen Phasen. Tuckman-Modell Phase Typischer Gedanke Forming „Mit wem habe ich es hier zu tun?“ Storming „Wer hat wie viel Einfluss?“ Norming „Nach welchen Regeln spielen wir hier eigentlich?“ Performing „Endlich geht mal was weiter!“ Re-Forming bzw. Adjourning „Schade, dass es vorbei ist/sich ändert!“ Auch wenn der Eindruck eines Stufenmodells entsteht – lassen Sie sich nicht täuschen und seien Sie sich bewusst, dass Gruppen sich zwischen den Phasen hin- und herbewegen, eine Phase zunächst überspringen können, um sie später durchzumachen oder in sie zurückzufallen. Gruppenentwicklung geschieht zyklisch, nicht linear. So können Gruppen im Laufe ihres Bestehens diesen Kreislauf immer wieder durchlaufen, insbesondere dann, wenn Gruppenmitglieder ausscheiden oder neu hinzukommen.

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