Führen und Entwickeln – hilfreiche Haltungen und Werkzeuge 175 5.3 Führen zwischen Pflicht und Lust des Kapitels Ziel Wir sind noch nicht durch mit dem Thema Führung. Es fehlen noch einige Denkmodelle, die Orientierung geben können, sowie Selbstreflexionswerkzeuge. Beides finden Sie am Ende dieses Kapitels. „Wer führen will, muss Menschen mögen.“ Dieses Zitat wird HANS-OLAF HENKEL, einem ehemaligen Topmanager und Politiker aus Deutschland zugeschrieben. Menschen haben unterschiedliche Motive, nach Führung zu streben. Wir gehen weiter und sagen: Soziale Motive sind der beste Nährboden für eine nachhaltig „gute“ Führung. Dies ist z. B. der Wunsch, durch innovative Ideen und gemeinsame Umsetzungskraft ein lebenswertes Leben für alle zu ermöglichen, Netzwerke und Beziehungen fruchtbringend zu gestalten sowie andere Menschen zu fördern und zu unterstützen. Der Ansatz von ROBERT K. GREENLEAF, „Servant Leadership“, also dienende Führung, ist ein Ausdruck dessen. Andere Motive – wie der reine Wunsch nach Prestige, einem höheren Einkommen und anderen Annehmlichkeiten oder möglichst viel Selbstbestimmung – dürften demnach eine weniger „wertvolle“ Grundlage für das (gute) Führen von Menschen sein. 5.3.1 Führung beginnt in einem selbst „Nur wenige Menschen sehen ein, dass sie letztendlich nur eine einzige Person führen können und auch müssen. Diese Person sind sie selbst.“ PETER FERDINAND DRUCKER (1909−2005), österreichisch-amerikanischer Ökonom
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