Endlich bleiben mir die Leut’! 198 Krisen sind Zäsuren. Sie durchbrechen das Vertraute und stellen bisherige Muster infrage. Sie erfassen jedoch nicht allein das System, sondern treffen stets auch die Menschen, die darin leben und wirken. Es sind tiefgreifende Einschnitte, die von außen oder innen kommen, plötzlich oder schleichend, sichtbar oder unterschwellig. In der Gastronomie und Hotellerie, wo Herzblut, persönliche Identität und wirtschaftliches Risiko oft eng miteinander verwoben sind, wirken Krisen besonders stark. Es sind nicht nur Häuser, die Schaden nehmen – betroffen sind auch Biografien, Beziehungen und Selbstbilder. Krisen können transformieren, wenn man den Mut hat, alte Konzepte radikal zu hinterfragen. Wer sie durchlebt – bewusst, reflektiert, mit der Bereitschaft zur Veränderung –, kann dadurch enorm wachsen. Dieses Kapitel beleuchtet zwei gänzlich unterschiedliche Geschichten von Unternehmerinnen und Unternehmern, die durch Krisen gegangen sind – und daraus etwas Neues geschaffen haben. Sie zeigen, wie persönliches Leid und unternehmerischer Umbruch ineinandergreifen und wie beides zu einer neuen Stärke führen kann. Schicksalsschläge und Neuanfänge Der Betrieb Das HUBERTUS MOUNTAIN REFUGIO ALLGÄU ist ein Rückzugsort mit Weitblick – authentisch geführt, tief in der Region verwurzelt, bekannt für seine Verbindung von Achtsamkeit, Natur und moderner Gastfreundschaft. Die Krise Drei schwere Schicksalsschläge innerhalb von zwei Jahrzehnten: 2005 flutete ein Murenabgang das Schwimmbad – Gäste und Team wurden gemeinsam evakuiert und feierten später an der Bar wie zu Silvester. BEISPIEL
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