TRAUNER Leseprobe

Organisationsprinzipien verstehen: Die Basis erfolgreicher Führung 69 Das Hirn ist wie ein Muskel. Es verschaltet sich ständig neu, wenn es für etwas anderes als bisher benutzt wird; es kann also trainiert werden. Grundsätzlich, so der Hirnforscher GERALD HÜTHER, gehe es darum, Räume zu schaffen, in denen sich Menschen gesehen und beachtet erleben und in die sich Menschen eingeladen fühlen. Aus seiner Sicht ist klar, dass Lernen unter die Haut gehen muss – wenn es das nicht tut, merkt sich das Gehirn nichts. Es muss einen betreffen – dann gehen laut HÜTHER die emotionalen Zentren im Mittelhirn an. In einem biochemischen Vorgang werden die neuroplastischen Botenstoffe im Mittelhirn freigesetzt und erzeugen ein Gefühl der Hochstimmung, ein High. Und wer Neues lernt, kann leichter innovativ sein. Menschen kommen lieber in emotional intelligente Unternehmen und bleiben länger. Begeisterte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind wunderbar, sie wollen jedoch behutsam aufgebaut und gepflegt werden. Das erfordert neben der notwendigen Grundhaltung auch Geduld, sprich Zeit. Der Lohn der investierten Zeit ist oft mehrfach, so wie aus dem ausgesäten Samen ein Vielfaches an Fruchtertrag wächst. Aus Begeisterung entsteht ein Glücksgefühl und wenn wir noch einen etwas tieferen Blick auf das Thema werfen, sehen wir den Zusammenhang.

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