TRAUNER Leseprobe

Endlich bleiben mir die Leut’! 70 1.6.2 Was Glück ausmacht Wir leben in einer Welt von „Panem et Circenses“ (Brot und Spielen), das größte Glücksversprechen ist jenes der Maximierung des individuellen Besitzes. Es ist auf vielfältige Weise verführerisch, denn erstens spricht es äußerst archaische Muster an: Wenn ich etwas zu essen habe und der andere nicht, dann überlebe ich und der andere nicht. Biologisch bin dann auch nur ich in der Lage, Gene weiterzugeben. Noch besser ist Essen im Überfluss, das macht Körper und Geist glücklich. 99 Prozent der Zeit, in der der Mensch bestand, lebte er im Mangel. Überfluss – insbesondere in Form von Zucker – war selten und daher umso begehrter. Der Glücksforscher HERBERT LASZLO beschreibt drei Glücksformen: Zufallsglück (wie beim Lottospielen, das ist „Fortuna“) Glücksmomente (wie für die Eltern der Anblick des lachenden Babys) als kurzfristiges Hochgefühl Innere Zufriedenheit als stabile, positive Grundlage „Happy people perform better, Nordic people collaborate“ Wenn wir das Modell von HERBERT LASZLO auf Unternehmen und ihre Angestellten anwenden, finden wir eine einfache Formel: „Happy people perform better, Nordic people collaborate“, wie EDITH RIAN, Gründerin und Direktorin der Rösslyng GmbH in Bonn, sagt. Glückliche Menschen sind um 12 % produktiver. Und: Menschen in Skandinavien fühlen sich sehr gleichgestellt. Mit dem Spruch „The Nordic gold is trust“ heben sie zudem noch den Stellenwert des gegenseitigen Vertrauens hervor. Menschen in Schweden, Norwegen, Dänemark, Finnland und Island arbeiten gerne gut zusammen. Der nordische Führungsstil initiiert mehr Engagement und Verantwortlichkeit und entwickelt eine Basis für Kreativität.

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