TRAUNER Leseprobe

Faschingskrapfen zählen wohl zu den beliebtesten Hefegebäcken. Sie sind in Österreich ein fixer Bestandteil des Faschings und werden klassisch mit Marillenkonfitüre gefüllt. Zur Entstehung der Krapfen gibt es eine lustige Anekdote, die im Wiener Raum gerne erzählt wird. Sie handelt von der Wiener Hofratsköchin Cäcilia Krapf, die aus Ärger über einen aufmüpfigen Lehrbuben ein Stück Hefeteig nach ebendiesem warf, das irrtümlich im siedenden Fett landete. Auch wenn es sich vermutlich nur um ein Märchen handelt, hat sich der Name durchgesetzt und Krapfen wurden in Wien immer beliebter. Während des Wiener Kongresses im Jahr 1815 waren sie angeblich so populär, dass in der Ballsaison um die zehn Millionen Krapfen verspeist wurden. KRAPFEN FASCHINGSKRAPFEN ca. 40 Stück Siedefetttemperatur: 160 °C Vorteig (Dampfl) 80 g Hefe 20 g Backmalz 230 g Milch (25 °C) 200 g Mehl W480 Hauptteig 260 g Eigelb 80 g Kristallzucker 40 g Vanillezucker 80 g Inländerrum (38 Vol.-%) 12 g Zitronenzeste 800 g Mehl W480 240 g raumtemperierte Butter 20 g Salz Siedefett (Butterschmalz) Marillenkonfitüre (Aprikosenkonfitüre) zum Füllen Vorteig (Dampfl): Hefe zusammen mit Backmalz in lauwarmer Milch (25 °C) auflösen. Mehl beigeben und kurz mischen. Vorteig mit etwas Mehl bestauben und zugedeckt an einem warmen Ort (ca. 25 °C) gehen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat und die bemehlte Oberfläche tiefe Risse aufweist. Hauptteig: Eigelb, Kristallzucker, Vanillezucker, Rum und Zitronenzeste verrühren. Mit dem Mehl und dem reifen Vorteig mischen. Nach kurzer Mischzeit die Butter beimengen, zum Schluss das Salz zugeben und zu einem glatten Teig kneten. 10–15 Minuten ruhen lassen. Teig in Stücke zu je 500 g teilen, zu einer Rolle formen, in je zehn Stücke teilen und zu Kugeln schleifen.

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