TRAUNER Leseprobe

KOKOSBLÜTENZUCKER ist ein naturbelassenes Produkt mit einem glykämischen Wert von 35. Das entspricht in etwa der Hälfte von Zucker. Da er aber trotzdem Fruktose enthält, ist er sparsam einzusetzen. Kokosblütenzucker in Sirupform eignet sich sehr gut als Honigersatz, denn Honig hat einen noch höheren Fruktoseanteil als Zucker. ZUCKERAUSTAUSCHSTOFFE bilden für Menschen mit Stoffwechselerkrankungen wahrscheinlich die beste Alternative zu Zucker. Zu den bekanntesten Zuckeraustauschstoffen zählen Sorbit, Mannit, Isomalt, Maltit, Lactit, Xylit und Erythrit. Doch nicht alle eignen sich gleichermaßen als Zuckerersatz. Besonders hervorzuheben sind Xylit (Birkenzucker) und Erythrit. XYLIT (BIRKENZUCKER) wird aus pflanzlichen Rohstoffen (vorwiegend Holz oder Rinde, aber auch Mais) in einem hoch komplexen chemischen Verfahren hergestellt. Xylit hat einen glykämischen Wert von 7–11, was in etwa einem Zehntel bis einem Sechstel des normalen Haushaltszuckers entspricht. Es hat außerdem rund 40 % weniger Kalorien als Zucker. Xylit schmeckt leicht minzig und erzeugt einen kühlenden Effekt im Mund, ansonsten ist es geschmacklich neutral. Außerdem wirkt es sich positiv auf die Zahngesundheit aus und kann die Kariesbildung hemmen. Backtechnisch kann herkömmlicher Zucker 1 : 1 durch Xylit ersetzt werden. Es sollte jedoch in Maßen verzehrt werden, da es in großen Mengen abführend wirken kann. Abschließend noch ein wichtiger Hinweis: Xylit ist für Hunde bereits in kleinen Mengen hochgiftig. ERYTHRIT ist ein aus pflanzlichen Rohstoffen mittels Fermentation gewonnener Zuckeralkohol. Der glykämische Wert liegt wie bei Stevia bei 0, der Kaloriengehalt beträgt nur etwa 5 %, die Süßkraft 60–75 % von Zucker. Erythrit ist geschmacksneutral, wirkt wie Xylit kühlend im Mund und kann die Kariesbildung hemmen. Erythrit hat gute backtechnische Eigenschaften. Es gibt auch eine Variante (Xucker Bronxe) mit leichtem Malzgeschmack, deren Aroma jenem von Rohrohrzucker entspricht. Ein Nachteil ist, dass Erythrit schlecht löslich ist, weshalb es sich empfiehlt, ein Produkt in Puderform zu verwenden. Es ist für den Verdauungstrakt weniger belastend als Xylit und wirkt nicht abführend, da 90 % über den Urin ausgeschieden werden. 245

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