Endlich bleiben mir die Leut’! 102 Arbeitgeber-Bewertungsplattformen Beobachten und gestalten Sie aktiv Ihre Präsenz auf Plattformen, auf denen Mitarbeitende Ihr Unternehmen bewerten. An zwei Punkten im Such- und Bewerbungsprozess sind Bewertungsplattformen – und auch Arbeitgeberzertifizierungen und -honorierungen wie z. B. „Great Place To Work“ – besonders relevant: Bei der Jobsuche, also während der Informations- und Bewerbungsphase, und beim Austritt aus dem Unternehmen. Bevor wir uns für eine größere oder besonders wichtige Anschaffung entscheiden, suchen wir im Umfeld und im Internet nach Bewertungen. Bevor sich Jobsuchende bei einem Unternehmen bewerben, tun sie dies ebenfalls. Wenn Sie einen Blick auf die führenden Arbeitgeber-Bewertungsplattformen wie Kununu, Glassdoor oder Stepstone werfen, werden Sie erkennen, dass tendenziell die kritisch-negativen Wortmeldungen von ehemaligen Angestellten die positiven zahlenmäßig übertreffen. Das entspricht einem Phänomen, das wir auch im eigenen Umfeld wahrnehmen können: Wenn uns etwas Negatives widerfährt, erzählen wir es im Schnitt zehnmal weiter. Wenn wir etwas Angenehmes erlebt haben, tun wir das nur rund fünfmal kund. Auf Bewertungsplattformen können negative, im Raum stehengelassene Kommentare auf Dauer dem Unternehmensimage Schaden zufügen. Ein guter Grund, sich laufend aktiv und lösungsorientiert darum zu kümmern. Die Reaktion auf Bewertungen erfordert viel Fingerspitzengefühl: Bleiben Sie sachlich und konstruktiv im Ton bei kritischen Kommentaren und seien Sie keinesfalls zu überschwänglich bei positiven Kommentaren. Sie können die Verfasser/innen der (kritischen) Bewertungen durch Ihre Reaktion in der Regel nicht mehr beeinflussen, aber Sie erzeugen durch lösungsorientierte Kommentare jedenfalls einen guten Eindruck bei den anderen Nutzerinnen und Nutzern des Portals. Dass gefälschte Einträge durch das Unternehmen ein „No-Go“ sind, versteht sich von selbst.
RkJQdWJsaXNoZXIy NjMwNzc=