Nachhaltiges Recruiting – Fische fangen im leeren Teich 107 2.2.2 Die Rollenbeschreibung Rollenbeschreibungen sind erst seit ca. zwei Jahrzehnten vermehrt im Einsatz. Sie kommen ursprünglich aus dem soziokratisch organisierten Umfeld und sind insbesondere in jungen, agilen bzw. selbst organisierten Teams in Verwendung. Ihr Wesen ist es nicht, taxativ alle Tätigkeiten aufzuzählen, sondern den gewünschten Endzustand zu skizzieren. Dadurch geben sie mehr Handlungsspielraum für die Aufgabenausführung, als eine Stellenbeschreibung dies vermag. Aus eigener Erfahrung können wir versichern: Das Denken in Rollen bringt auch für Linienorganisationen große Vorteile. Die Rollenbeschreibung gibt (auf ergebnisorientierte Weise) vor allem Auskunft über die ihr zugeordneten Verantwortlichkeiten/Aufgaben. Eine Rollenbeschreibung ist inhaltlich sehr eng definiert. Zusätzlich zu den Aufgaben einer Rolle kann sie z. B. um die Aspekte „Sinn und Zweck“ oder „Anforderungen/ Kompetenzen“ erweitert werden. Allerdings: Je mehr Aspekte sie umfasst, desto schwerfälliger wird ihre Anwendung (und erleidet unter Umständen das gleiche Schicksal wie ihre „große Schwester“, die Stellenbeschreibung: Sie ist nicht aktuell und nicht lebendig). Da es u. a. ein Wesen von Rollen ist, im Alltag verwendet zu werden (vor allem in Prozessbeschreibungen, Checklisten und Handlungsanleitungen), sind bezeichnende Formulierungen empfehlenswert. Je mehr Aspekte eine Rollenbeschreibung umfasst, desto schwerfälliger wird ihre Anwendung (und erleidet unter Umständen das gleiche Schicksal wie ihre „große Schwester“, die Stellenbeschreibung: Sie ist nicht aktuell und nicht lebendig).
RkJQdWJsaXNoZXIy NjMwNzc=