TRAUNER Leseprobe

Nachhaltiges Recruiting – Fische fangen im leeren Teich 127 2.3.4 Die Potenzialanalyse Unter einer Potenzialanalyse versteht man generell jeden systematischen Prozess, um (ungenutzte) Fähigkeiten einer Person aufzuzeigen. Wir meinen hier explizit digitale Persönlichkeitstests. Definition Potenzialanalysen werden stets nur ergänzend zum persönlichen, standardisierten Gespräch hinzugezogen. Empfehlenswert ist eine Potenzialanalyse, die sowohl die Werte als auch die typischen Verhaltensweisen einer Person widerspiegelt, denn ein Verhalten kann man ändern, eine Fähigkeit kann man sich neu aneignen. Selbst eine Einstellung kann man, wenn man will, hinterfragen und verändern. Werte, auf denen unsere Einstellungen basieren, verändern wir hingegen nicht so schnell, und wenn, dann meist (unbeabsichtigt) in Krisensituationen oder Phasen großer Veränderung. Werte beeinflussen aber massiv unsere Einstellungen und Verhaltensweisen und damit auch unser Verhalten im Betrieb. Die Basis der heute gängigsten Wertemodelle lieferte ABRAHAM MASLOW Mitte des 20. Jahrhunderts mit seiner „Bedürfnispyramide“. Die darauf basierende Wertehierarchie von CLARE W. GRAVES haben wir am Beginn des Buches ausführlich vorgestellt (siehe Kapitel 1.2.2: Vom „Ich“ zum „Wir“ und darüber hinaus – das Graves-Wertemodell, S. 37). Wir schätzen das Graves-Wertemodell seit Jahrzehnten für Recruiting und Personalentwicklung.

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