Endlich bleiben mir die Leut’! 150 4.1 Systemkräfte beim On- und Offboarding des Kapitels Ziel Für ein (Familien-)Unternehmen sind On- und Offboarding nicht nur Personalprozesse, sondern Momente, in denen das System Familienunternehmen gestört werden kann. Mit Verständnis und Anwendung der systemischen Prinzipien können diese Prozesse jedoch erfolgreich und harmonisch durchgeführt werden. Fassen wir also die Grundprinzipien für den Systemerhalt zusammen, die von INSA SPARRER und MATTHIAS VARGA VON KIBÉD, Gründer/in des SySt® Instituts für systemische Ausbildung, Fortbildung und Forschung in München, genannt werden: Systemkräfte beim On- und Offboarding Grundprinzip Was bedeutet das? So schaffen Sie erfolgreiches On- und Offboarding Systemexistenz Jedes Mitglied eines Systems hat das gleiche Recht auf Zugehörigkeit. Also: Alle, die Teil der Gruppe sind, gehören dazu – und zwar in gleichem Maße. Wenn eine neue Mitarbeiterin in das Unternehmen eintritt oder ein langjähriger Mitarbeiter das Unternehmen verlässt, wird das Gleichgewicht im Unternehmen gestört. Neuen Mitarbeitenden sollte von Anfang an das Gefühl gegeben werden, Teil des Systems zu sein. Beim Verlassen sollte einer ausscheidenden Person die Anerkennung für ihre Zugehörigkeit und ihren Beitrag zuteilwerden. Zeitliche Reihenfolge Hier geht es um den Vorrang, den Mitglieder mit längerer zeitlicher Zugehörigkeit zum System haben. Also: Wer länger dabei ist, hat in bestimmten Situationen Vorrang, mehr Rechte oder genießt mehr Vertrauen. Ein strukturierter Einarbeitungsplan, der die Historie und Kultur des Unternehmens berücksichtigt, kann beim Onboarding helfen, leicht und rasch den eigenen Platz zu finden und die Aufgaben gut bewältigen zu können. Die Dauer der Zugehörigkeit sollte beim Abschied gewürdigt werden. Viele Unternehmen ehren ihre Mitarbeiter/innen regelmäßig in Jubiläumsveranstaltungen, wo die gesamte Belegschaft anwesend ist, mit Dankesworten und Geschenken.
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