TRAUNER Leseprobe

Onboarding – gute Bedingungen für Neue schaffen 153 4.2 Onboarding in der Praxis des Kapitels Ziel Neue Mitarbeiter/innen sind in der Regel bestrebt, sich möglichst rasch in die bestehende Kultur einzugliedern. Sie wollen verstehen, wie die formellen und informellen Rahmenbedingungen sind, um sich dementsprechend verhalten zu können (und nicht negativ aufzufallen). In diesem Kapitel geben wir erste Tipps fürs Onboarding. Organisationen und deren kleinere Einheiten (Betriebe, Gruppen, Teams) bestehen aus lauter Ichs. Die Integration eines neuen Ichs ins Unternehmen beginnt bereits mit der Vertragsunterzeichnung und endet nach einigen Monaten. Wir nennen diese Phase „Onboarding“. Sollte der erste Arbeitstag noch einige Wochen oder sogar Monate entfernt sein, ist es besonders wichtig, eine Bindung aufzubauen. Denn es kommt immer wieder vor, dass sich jemand trotz Zusage in dieser Phase noch umentscheidet. Die/Der Neue bekommt durch regelmäßigen Kontakt mit der Führungskraft, einem designierten Buddy oder der Personalabteilung das gute Gefühl, erwartet zu werden, was die Bindung erhöht und eine Absage verhindern kann. Verteilen Sie kleine Informationshäppchen über das Unternehmen, wie z. B. ein Kunden- oder Mitarbeitermagazin oder einen Newsletter. In der Zwischenzeit gibt es intern viel vorzubereiten und zu koordinieren, um dem neuen Teammitglied in den ersten Wochen eine – chronologisch sinnvolle – Einschulung geben zu können.

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