TRAUNER Leseprobe

Endlich bleiben mir die Leut’! 154 MICHAELA SCHACHNER, die gemeinsam mit ihrem Sohn und ihrer Schwiegertochter ein Hotel in Niederösterreich sehr erfolgreich führt, sagt dazu Folgendes: „Wenn ein neuer Mitarbeiter, eine neue Mitarbeiterin beginnt, gibt es beim Personaleingang ein Foto mit einem ,Herzlich willkommen!‘ Wenn er/sie bei uns wohnt, machen wir das auch am Zimmer und es gibt ein Goodie auf dem Polster. Wir übergeben eine Informationsmappe mit Organigramm, Leitbild, Sicherheitsdatenblättern, Unterweisung für Gefahren, Hausbeschreibung und abteilungsspezifischen Infos. Die jeweilige Abteilungsleitung führt das neue Teammitglied in den Bereich ein und ernennt einen Paten oder eine Patin.“ Betreuung im Onboarding Keinesfalls sollten neue Kolleginnen und Kollegen ihre Einarbeitungszeit als ungeplant bzw. unbetreut erleben. Eine Planung erkennt man daran, dass das neue Teammitglied am ersten Arbeitstag eine Ansprechperson im Team für alle Fragen hat – und diese ist optimalerweise nicht (nur) die Führungskraft. Geplant kann weiters bedeuten, dass es im Kalender bzw. Dienstplan vorgesehene Zeitfenster für gemeinsame Mittagessen, Informationsvermittlung, Informationsveranstaltungen sowie das Kennenlernen von Schnittstellen gibt. Geplant kann auch bedeuten, dass die (wöchentlichen) Vieraugengespräche mit der Führungskraft, in denen das Wohlbefinden und die Lernfortschritte besprochen werden, im Voraus terminisiert wurden. Dabei kommt es auf die richtige Dosis an, eine Überforderung soll vermieden werden. Dafür dient auch der Buddy, der die erste Ansprechperson für das neue Teammitglied ist. BRIGITTA BRUNNER vom Campus der Österreichischen Hotelvereinigung (ÖHV) fasst zusammen: „Die Grundbedürfnisse der Menschen sind immer gleich: Anerkennung, Bestätigung, Sicherheit. Ich will als Mitarbeiterin wissen, dass ich am richtigen Weg bin und für meine Arbeit Werkzeuge bekomme, wie ich mit den Herausforderungen der Zeit gut umgehen kann.“ BEISPIEL

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