TRAUNER Leseprobe

Onboarding – gute Bedingungen für Neue schaffen 155 Das Inhaltliche ist die eine Seite, das Soziale die andere: Ein Willkommensempfang, ein (privates) Kennenlernen der Kolleginnen und Kollegen, eine gemeinsame verlängerte Pause mit Kaffee und Kuchen oder ähnliche Aktivitäten fördern das Miteinander. Aber auch das Unternehmen selbst sollte diese Integrationsphase für sich verwenden: Es wäre eine verlorene Chance, den frischen Wind von außen, den unvoreingenommenen Blick mit anderem Erfahrungshintergrund, den Neue mitbringen, nicht aktiv für das eigene betriebliche Lernen zu nutzen. Dadurch bietet sich eine tolle Gelegenheit, die Abläufe, Prinzipien und Regeln im Unternehmen zu hinterfragen und bei Bedarf zu verändern. Reflexionsfragen Wer hat beim Onboarding welche Verantwortung? Bei wem liegt die Hauptverantwortung im Prozess und ist das gut so? Ist allen Beteiligten die Wichtigkeit dieser Phase bewusst? Was an unserem Onboarding ist bereits systematisch, strukturiert und geplant und was ist eher situativ, intuitiv bzw. dem Zufall überlassen? Welche Fehler haben wir bisher beim Onboarding gemacht und warum? Wann beginnt der Prozess, wann ist er abgeschlossen und woran erkennt das der/die Neue? Gibt es eine klare Aufgabenzuteilung und Lern- bzw. Einschulungsziele für die neue Person? Wie gestalten wir die Probezeit im Speziellen? Finden regelmäßige Gespräche statt, sodass die beiderseitigen Eindrücke besprochen werden können und es am Ende der Probezeit keine „Überraschung“ gibt? Woran und wann erkennen wir, ob eine Person für diese Stelle geeignet ist, und was passiert wann mit dieser Erkenntnis? Wie professionell sind wir im Umgang mit der Probezeit und insbesondere beim (frühen) Auflösen von Dienstverhältnissen?

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