TRAUNER Leseprobe

Endlich bleiben mir die Leut’! 160 5.1 „Reparieren statt wegwerfen“ – Wertschätzung im Fokus des Kapitels Ziel Wir leben in einer Überfluss- und Wegwerfgesellschaft, und das nicht nur in technischer Hinsicht. Es hat den Anschein, dass auch mit Menschen in Unternehmen so umgegangen wird – austauschen statt Probleme beheben. In diesem Kapitel zeigen wir Ihnen daher alternative Wege auf, wie ein wertschätzender und bewusster Umgang mit Menschen zu nachhaltigem Erfolg führen kann. 5.1.1 Der Überfluss und seine Auswirkungen „Hire and fire“ oder die Reduzierung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf bloße „menschliche Ressourcen“ – ein Begriff, der im Englischen als „Human Resources“ deutlich harmloser klingt, als er tatsächlich ist; nicht alle wirtschaftlichen Trends der vergangenen Jahrzehnte waren gut. Auch vor den Menschen hat die Wegwerfmentalität unserer Gesellschaft nicht Halt gemacht. Es ist höchste Zeit, einen bewussten Gegentrend zu setzen. Die Klimakrise, die längst bis in unsere gemütlichen Wohnzimmer vorgedrungen ist, wirft eine grundlegende Frage auf: Gehen wir mit unseren Mitmenschen am Ende genauso achtlos um wie mit unserer Umwelt? Beides – Wegwerfgesellschaft und Klimakrise – muss nicht sein. Sehen wir uns das genauer an. Die Basis für die Wegwerfgesellschaft ist der industriell erzeugte Überfluss – besonders gut erkennbar an den Bereichen Kleidung und Nahrungsmittel. Im Modebereich gipfelt diese Entwicklung im Trend des „Fast Shoppings“: Menschen kaufen Kleidung, tragen die gekauften Stücke aber nicht, sondern werfen sie nach dem Kauf weg – manchmal werden sie auch getauscht oder hergeschenkt.

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