TRAUNER Leseprobe

Endlich bleiben mir die Leut’! 168 nicht aus. Es hat sich allerdings bewährt, die gleichen Fragen zu stellen, als wäre die Waschmaschine kaputtgegangen: Was ist „kaputtgegangen“? Kann ich das selbst herausfinden? Traue ich mir die Reparatur selbst zu oder brauche ich externe Hilfe? Welches Werkzeug brauche ich und wo finde ich die notwendige Anleitung? Nach der Beantwortung dieser Fragen sollte klar sein, wie ein sinnvolles Vorgehen aussieht. Ob Sie die „Reparatur“ selbst übernehmen können, hängt jedoch maßgeblich davon ab, wie stark Sie persönlich in die Situation eingebunden sind. An dieser Stelle endet der Vergleich mit der Reparatur eines technischen Geräts – denn nun rücken die menschlichen Aspekte in den Vordergrund. Wenn Sie selbst emotional involviert sind, fehlt meist die nötige Coolness für die „Reparatur“. Dann ist externe Hilfe angesagt, und zwar bereits zur Analyse. Ihr eigener Blick ist getrübt, die blinden Flecken überlagern die sachlich-rationale Betrachtung. Wichtig ist hier, dass das Hinzuziehen externer Hilfe keine Schande ist. Bei einer kaputten Waschmaschine machen Sie das normalerweise auch. Ihre Professionalität zeigt sich darin, die Schwere der Situation realistisch einzuschätzen und dann zu entscheiden, ob und in welcher Form externe Unterstützung sinnvoll ist: Kann das ein Freund oder ein anderes Familienmitglied übernehmen? Ist da jemand, der neutral genug ist, um von allen Beteiligten akzeptiert zu werden? Wenn Sie die „Reparatur“ selbst machen, funktioniert diese am besten, wenn sie Teil einer Art Wartungsprogramm ist – ganz ähnlich wie bei einem Kopierer, für den meist ein geregelter Wartungsvertrag besteht. Die Wartungsintervalle legen Sie selbst fest. Das bedeutet, dass Sie in regelmäßigen Abständen eine systematische Reflexion über anstehende Reparaturen anstellen. Das funktioniert mit folgenden Reflexionsfragen.

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