TRAUNER Leseprobe

Führen und Entwickeln – hilfreiche Haltungen und Werkzeuge 181 Selbstführung zeigt sich übrigens nicht in vagen Sehnsüchten, sondern in konkreten Taten. Daher haben wir ein erprobtes „Best-of“ an Selbstcoaching-Übungen für Sie zusammengestellt: Übung 1: Dankbarkeitspraxis Nehmen Sie sich regelmäßig (nach dem Aufwachen, am Mittagstisch, vor dem Schlafen …) Zeit, um mindestens zehn Dinge zu finden, für die Sie dankbar sind. Das müssen keine weltbewegenden Dinge sein – es kann etwas so Selbstverständliches wie die Sonne sein (obwohl die Sonne, die sich jeden Tag aufs Neue am Himmel zeigt, schon etwas Weltbewegendes ist). Steigern können Sie den Wert dieser Übung, wenn Sie die Worte nicht nur mechanisch abrufen, sondern versuchen, Ihre Dankbarkeit mit dem Herzen wahrzunehmen und innerlich zu spüren. Übung 2: Schwellengang Ein Natur- oder Schwellengang ist ein achtsames, intuitives Streifen durch die Natur – zu einem Thema oder einer Frage, die Sie bewegt. Nehmen Sie sich dafür eine bis drei Stunden Zeit, packen Sie ein Getränk und eventuell ein Sitzkissen sowie Block und Stift ein, und los geht’s – am besten allein. Eröffnet wird dieser Inspirationsgang durch einen bewussten Schritt über eine Schwelle. Das kann eine Türschwelle, ein Torbogen oder eine bewusst gelegte Grenze wie z. B. ein Ast sein. Dann folgt, in langsamem Tempo, ein Sicheinlassen, ein Hinschauen und Wahrnehmen. Dabei gibt es kein Richtig oder Falsch und auch kein Ziel im Innen oder Außen, das zu erreichen wäre. Erfahren Sie, wie Ihre innere Welt mit der äußeren Welt in Beziehung tritt, interagiert, sich verbindet und Ihnen Impulse zur gestellten Frage gibt. Am Ende des von Ihnen gewählten Zeitrahmens bzw. sobald Ihr Gefühl es Ihnen signalisiert, kehren Sie über dieselbe Schwelle wie zu Beginn in Ihre „reale“ Welt zu-

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