TRAUNER Leseprobe

Endlich bleiben mir die Leut’! 184 5.3.2 Management und Führung: Die Modelle von Drucker und Malik Nachdem wir die Selbstführung als lebenslange Aufgabe des Menschen betrachtet haben, wenden wir uns nun der Führung als Funktion und Beruf zu. Sind Sie Manager/in oder Leader/in? Im deutschen Sprachraum werden die Begriffe „Management“ und „Führung“ häufig immer noch gleichbedeutend verwendet. Dabei haben bereits ABRAHAM ZALEZNIK in den späten 1970er-Jahren und später JOHN P. KOTTER (beide Professoren an der Harvard Business School) deutlich gemacht, dass es sich um zwei grundverschiedene Aufgaben handelt. Manager/innen stellen Stabilität, Kontrolle und Prozessorientierung sicher, indem sie planen, organisieren und Probleme lösen. Leader/innen stehen für Vision, Inspiration und Wandel. Hier geht es um das Aufbrechen alter Muster und das Navigieren durch Unsicherheiten. Durch die Vermittlung von Sinn und Zielrichtung fördern sie die Motivation im Team und unterstützen die Orientierung an gemeinsamen Werten und Zielen. JOHN P. KOTTER stellte jedoch eines klar: Keiner der beiden Führungsstile ist besser als der andere. Ein erfolgreiches Unternehmen braucht beide. Definition Dieser Unterscheidung und KOTTERS Ansicht schließen wir uns an. Sie wird übrigens auch in der von uns präferierten Potenzialanalyse berücksichtigt (siehe Kapitel 2.3.4: Die Potenzialanalyse, S. 127). Zwei gebürtige Österreicher haben Wirtschaftsunternehmen auf der ganzen Welt im Bereich „Management und Führung“ besonders geprägt bzw. prägen sie immer noch: PETER FERDINAND DRUCKER und FREDMUND MALIK. Eine bekannte Definition von PETER F. DRUCKER lautet: „Management ist, Dinge richtig zu machen; Führung ist, die richtigen Dinge zu tun.“ PETER F. DRUCKER hat u. a. das Führungswerkzeug „Management by Objectives (MBO)“ veröffentlicht, das

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