Führen und Entwickeln – hilfreiche Haltungen und Werkzeuge 207 Was können Sie tun, wenn Sie betroffen sind? 1 Erkennen: Der erste und wichtigste Schritt ist, sich selbst ehrlich einzugestehen: So geht es nicht weiter. Das braucht Mut – vor allem, wenn man gewohnt ist, immer stark zu sein. 2 Sich rausnehmen: So sehr es das Gegenteil dessen ist, was man gewohnt ist: Ein Burn-out lässt sich nicht „wegarbeiten“. Was hilft, ist ein radikaler Perspektivenwechsel – begleitet durch ärztliche und psychotherapeutische Unterstützung. Viele Betroffene berichten, dass eine Auszeit der Wendepunkt für sie war. 3 Körper und Seele heilen lassen: Bewegung, Schlaf, Natur, Gespräche, Selbstfürsorge. Es gibt kein Patentrezept – aber einen klaren Weg: langsam wieder lernen, für sich selbst da zu sein. Was können Sie tun, wenn jemand aus Ihrem Team betroffen ist? Burn-out ist oft schwer zu erkennen, weil die Betroffenen lange sehr gut funktionieren. Manche wirken plötzlich übertrieben engagiert, andere ziehen sich zurück. Ein typischer Satz – begleitet von müden Augen – lautet: „Ich schaff das schon.“ Als Führungskraft sind Sie keine Therapeutin/kein Therapeut, aber Sie können achtsam sein. Wenn Sie den Eindruck haben, dass jemand aus Ihrem Team Anzeichen von Erschöpfung zeigt, fragen Sie nach! Sprechen Sie offen über das Thema. Zeigen Sie, dass Gesundheit wichtiger ist als kurzfristige Leistung. Es geht nicht darum, Diagnosen zu stellen, sondern darum, Menschlichkeit zu zeigen.
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