Führen und Entwickeln – hilfreiche Haltungen und Werkzeuge 209 Wir erlauben uns, dieses Thema anzusprechen, da es gut möglich ist, dass Sie selbst damit in Berührung kommen – sei es persönlich oder im Umgang mit Menschen in Ihrem Umfeld, etwa mit Ihren Mitarbeitenden. In solchen Situationen ist es hilfreich, zu wissen, wie Sie angemessen reagieren können. Und wie bei Burn-out gilt: Lassen Sie sich professionell helfen, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt bzw. raten Sie dies Ihrem/Ihrer Mitarbeitenden. Was steckt dahinter? Das Wort „Panik“ leitet sich vom Namen des griechischen Hirtengottes Pan ab. Dieser verkörperte zwei gegensätzliche Seiten: Einerseits verbreitete er mit den Klängen seiner Panflöte Lebensfreude und Heiterkeit, andererseits verursachte er Chaos und Schrecken, wenn seine Mittagsruhe gestört wurde. Dann stiftete er ein regelrechtes Tohuwabohu, indem er Menschen und Tiere gleichermaßen in Aufruhr und panischen Schrecken versetzte. Auch bei einer Panikattacke möchte man sprichwörtlich die Flucht ergreifen, weil das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren, verrückt zu werden oder gar zu sterben, so stark ist. Das Herz rast, der Schweiß bricht aus, die Hände zittern, man bekommt keine Luft und es wird einem schwindlig. Aus heiterem Himmel auftretende starke Angst ist das beherrschende Gefühl. Man weiß, dass es keinen Grund für diese Angst gibt, und fühlt sich trotzdem hilflos ausgeliefert. Das Schlimmste an einer Panikattacke ist, nicht zu wissen, was man dagegen tun kann und wie lange sie dauert. Treten Panikattacken wiederholt auf, kommt es zusätzlich zu starken Ängsten vor einer weiteren Panikattacke.
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