TRAUNER Leseprobe

Endlich bleiben mir die Leut’! 210 FERDINAND SCHACHNER beschreibt es so: „Wenn ich es rückwirkend betrachte, ist die Laune schon über ein Jahr lang gesunken, aber ich habe es nicht bemerkt. Ausschlaggebend war dann, dass mein Sprachzentrum ausfiel – ich konnte plötzlich nicht mehr sprechen. […] Das Gefühl, ‚der Kopf funktioniert nicht‘, war Auslöser für die erste Panikattacke. Die nächste Panikattacke kam dann, als die Baubehörde im Haus war. Dann folgten mehrere kleinere. Das Herz schlägt schneller, die Gedanken überschlagen sich – ich habe gelernt, das zu beobachten. Heute habe ich keine Panikattacken mehr, aber das Gefühl, es könnte etwas passieren, ist immer noch da.“ Was können Sie tun? 1 Bewusst atmen: Was auf den ersten Blick ohnehin selbstverständlich erscheint, hat einen tieferen Sinn. Mit der Atmung kann man Einfluss auf die Angst nehmen und daher finden wir über sie einen Zugang. Versuchen Sie, sich bewusst auf Ihre Atmung zu konzentrieren, atmen Sie bewusst langsam tief ein und aus. Das lässt die Attacke nicht auf einen Schlag verschwinden, aber meistens wird sie dadurch abgeschwächt und somit leichter erträglich. Das bestätigt auch FERDINAND SCHACHNER: „Atmen hilft mir – besonders das ‚Schnaubatmen‘ –, das beruhigt meinen Körper.“ Diese Schnellatmung ist eine spezielle Atemtechnik aus dem Yoga, bei der bewusst schnell, kräftig und stoßartig durch die Nase ausgeatmet wird – ähnlich wie das Schnauben eines Pferdes. 2 Berührung: Wenn jemand bei Ihnen ist, lassen Sie sich berühren. Nehmen Sie die Hand und drücken Sie sie. Auch Umarmen hilft. Wenn niemand da ist, berühren Sie sich selbst. Das ist besser als nichts. Wenn eine Mitarbeiterin/ein Mitarbeiter betroffen ist, besteht die Kunst darin, die Panikattacke überhaupt zu bemerken. Die meisten Menschen versuchen, sich nichts anmerken zu lassen. Das ist sehr belastend, vor allem, wenn es häufiger vorkommt. BEISPIEL BEISPIEL

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