Führen und Entwickeln – hilfreiche Haltungen und Werkzeuge 215 Jahre später saß ich in einem Gremium mit einem Kollegen, der denselben Namen trug. Meine Abneigung war so groß, dass ich ihn lange mied. Obwohl ich mir nicht sicher war, ob es sich tatsächlich um dieselbe Person handelte, beeinflusste allein der Name mein Verhalten auf extreme Weise. Einige Zeit später stellte sich heraus, dass es jemand anders war. Trotzdem konnte ich meine Abneigung ihm gegenüber lange nicht ablegen und mied ihn, genau genommen ohne echten Grund. Manche Erfahrungen reichen tief, keine Frage. Aber was können Sie im Unternehmen tun, damit so etwas nicht oder zumindest möglichst selten passiert? Gerade Führungskräfte tragen in dieser Hinsicht eine besondere Verantwortung: Ihr Verhalten prägt die Beziehung maßgeblich und gewinnt dadurch besondere Bedeutung. Checkliste für vorbelastete Beziehungen Sie können die folgende Liste durcharbeiten, sich einzelne Schritte herauspicken, sich davon inspirieren lassen und die Liste auch gerne modifizieren. Gehen Sie obige Reflexionsfragen durch – das ist eine gute Ausgangsbasis. Wenn Sie die Wahl zwischen mehreren Bewerberinnen und Bewerbern haben, nehmen Sie im Zweifel jemand anderen. Das mag im ersten Moment unfair klingen, die Statistik und die Risiko-Chance-Korrelation sprechen jedoch dafür. Vergleichen Sie die betreffende Person mit anderen – und reflektieren Sie, soweit möglich, auch Ihr eigenes Verhalten. Übrigens: Diese Vorgehensweise gilt nicht nur im Umgang mit Geschäftspartnern, Kolleginnen und Kollegen oder Mitarbeitenden. Auch bei Lieferanten, der Bürgermeisterin etc. können ähnliche Muster auftreten. Da Sie das Verhalten der betreffenden Person sowieso automatisch mit Argusaugen beobachten, wird Ihnen wenig entgehen. Machen Sie immer wieder einen Check, ob Sie es nicht ein wenig übertreiben. Beobachten Sie andere
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