Endlich bleiben mir die Leut’! 222 Die echte Person zählt: „Lediglich ein Sechzehntel der ganzen Person bleibt über, wenn man sich an das Tragen einer beruflichen Maske gewöhnt hat“, so FRÉDÉRIC LALOUX in seinem Wirtschaftsbestseller „Reinventing Organizations“. Es sollte kein rein betriebliches, geschäftsmäßiges Verhalten von Menschen geben. Das führt zu einem Verlust von einem selbst. Man ist nicht nur als Funktionsträger/in in der Arbeit. Bei Führungskräften sollten die Alarmglocken schrillen, wenn sich Mitarbeiter/ innen zurückziehen und sagen: „Lasst mich mit allem in Ruhe, ich mache hier nur meinen Job.“ Den Blick über den Tellerrand ermöglichen, Neues wagen: Die Komfortzonen werden in Zukunft weniger dort aufzufinden sein, wo wir sie bisher in der Arbeit eingerichtet haben und wo sie in der Regel zu einer Konzentration von Skepsis bei Neuem und zu Mutlosigkeit geführt haben. Wenn der Job innerhalb von emotional (und natürlich auch strukturell) intelligenten Rahmenbedingungen stattfindet, können Menschen neue Sicherheit finden. Bei abrupten Umbrüchen eben nicht unter die Räder zu kommen, sondern wirkliche Freude an der eigenen und der Unternehmensentwicklung zu haben, kann das Ziel sein. Eine Kultur des Mutes schafft Stabilität in ständiger Veränderung. Reflexionsfragen Woran erkennen Außenstehende in unserem Unternehmen ein Wir-Gefühl? Welche Hauptmotivation (abgesehen vom Gehalt) haben meine Mitarbeiter/ innen, um gerne in die Arbeit zu gehen? Und wie sieht das bei mir aus? Wer sind die Menschen, die sich bei mir im Unternehmen etwas trauen, die „wollen“? Gibt es den richtigen Rahmen für das „Dürfen“ und unterstütze ich deren „Können“?
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