TRAUNER Leseprobe

Führen und Entwickeln – hilfreiche Haltungen und Werkzeuge 223 5.6 Konflikte – und wie man sie löst des Kapitels Ziel Konflikte sind ein komplexes Themenfeld, das sich nur schwer vollständig erfassen lässt. Angesichts der Vielzahl an Theorien, Modellen und Handlungsanleitungen wäre ein eigenes Buch nötig, um dem Thema gerecht zu werden. Um dennoch eine praxisnahe Orientierung zu ermöglichen, stellen wir im Folgenden zwei Elemente vor: Einige Beispiele, die helfen, ein Gefühl für das Thema zu entwickeln und einen persönlichen Bezug herzustellen Eine Checkliste für den konstruktiven Umgang mit Konflikten Diese Werkzeuge unterstützen Sie, Konflikten mit Gelassenheit zu begegnen. 5.6.1 Typische Konflikte in Familienbetrieben Konflikte ähneln sich in unseren Breitengraden oft stärker, als es auf den ersten Blick scheint, da Menschen sich in ihren grundlegenden Verhaltensmustern ähneln. Trotz sozialer Unterschiede und branchenspezifischer Besonderheiten lassen sich immer wieder dieselben Muster und Dynamiken erkennen. Menschen streiten und erleben Konflikte ähnlich und greifen häufig auf ähnliche Lösungsansätze zurück. Im Bereich Hotellerie und Gastronomie finden wir in Familienbetrieben oft typische Konflikte: Die Rolle des Ehepartners Das Paar bildet oft die Grundlage eines funktionierenden Familienbetriebes − zumindest dann, wenn klar ist, aus welcher Linie der Betrieb kommt und wem er mehrheitlich gehört. Wenn bei der Betriebsübergabe die Anteile noch auf zwei Generationen verteilt sind, ist die Rolle des angeheirateten Ehepartners schwer. Auf der (neuen) Paarebene herrscht Augenhöhe, im Betrieb aber Hierarchie. Wenn die Paarebene nun aus der Sicht der Vorgängergeneration als sich in den Betrieb einmischend oder als bestimmend erlebt wird, kommt es zu massiven BEISPIELE

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