TRAUNER Leseprobe

Endlich bleiben mir die Leut’! 232 Trennungen sind stets ein zutiefst persönliches Ereignis – und gerade deshalb verdienen sie auch im betrieblichen Kontext besondere Aufmerksamkeit und Sensibilität. Leider erfahren Mitarbeiter/innen beim Verlassen eines Unternehmens oder im Zuge einer Kündigung allzu häufig, wie es ist, nur als eine Nummer behandelt zu werden. Einer solchen Entmenschlichung gilt es entschieden entgegenzuwirken. Mit einer sorgfältigen und respektvollen Vorbereitung des Trennungsprozesses kann sichergestellt werden, dass jede Trennung mit Wertschätzung und Empathie gestaltet wird – und der Mensch hinter der Position im Mittelpunkt steht. Prozess der Trennung Eine Trennung kommt selten völlig unerwartet, sie kündigt sich in der Regel an und beide Seiten bemerken bewusst oder unbewusst die Anzeichen dafür. Somit kann der Schritt der Trennung auch (psychisch) vorbereitet werden. Es gibt verschiedene Gründe für Betriebe, Mitarbeiter/innen freizusetzen, sei es aus betrieblicher Notwendigkeit heraus oder aufgrund individueller Faktoren. Zumeist ist aber ausreichend Zeit für eine diesbezügliche Abstimmung mit zumindest einer zweiten Person im Unternehmen. Es besteht die Gefahr, dass die im Raum stehende Kündigung „durchsickert“. Dies ist sehr wahrscheinlich und meist nur eine Frage der Zeit. Höchste Vertraulichkeit und rasches Handeln − nach der formellen Kommunikation mit der betroffenen Person folgt ein klares, direktes Kommunizieren der Sachlage an alle − sind also empfehlenswert.

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