Sich gut trennen – die Kunst des Offboardings 233 Wenn eine Trennung aus disziplinarischen oder leistungsbezogenen Gründen im Einzelfall notwendig wird, sollte die Übermittlung dieser schwierigen Nachricht für die betroffene Person keinesfalls überraschend erfolgen. Idealerweise haben bereits einige persönliche Gespräche zwischen Führungskraft und Teammitglied stattgefunden, in denen gemeinsam Maßnahmen entwickelt, dokumentiert und überprüft wurden. In der Regel wurde in letzter Konsequenz ein klares Ultimatum gesetzt. Wenn all diese Schritte innerhalb eines angemessenen Zeitraums nicht zum gewünschten Ergebnis geführt haben, ist für die Mitarbeiterin bzw. den Mitarbeiter meist deutlich erkennbar, dass eine Trennung unausweichlich ist. Auch für Führungskräfte sollte eine Kündigung seitens eines Teammitglieds selten völlig unerwartet kommen. Im besten Fall pflegen Sie einen offenen und wertschätzenden Austausch mit Ihren Mitarbeitenden, sind regelmäßig im Gespräch über deren Befinden, die Qualität der Zusammenarbeit und möglichen Unterstützungs- oder Verbesserungsbedarf. Dennoch können Trennungswünsche manchmal überraschend auftreten – etwa, wenn eine Abwerbung für die betroffene Person selbst unerwartet kommt. Ganz gleich, ob eine Trennung aus Sicht des Unternehmens erwünscht oder bedauerlich ist: Beide Seiten sollten möglichst gut darauf vorbereitet sein, um den Abschied respektvoll zu gestalten und die Würde aller Beteiligten zu wahren. 6.2 Vorbereitung und Durchführung eines Personalaustritts des Kapitels Ziel Wenn Mitarbeitende das Unternehmen verlassen, sind einige zentrale Punkte zu beachten, damit der Betrieb keinen Schaden erleidet. In diesem Kapitel geben wir Ihnen daher Schritte vor, die Sie berücksichtigen können, damit das Offboarding gut vorbereitet und in der Folge umgesetzt werden kann.
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