TRAUNER Leseprobe

Organisationsprinzipien verstehen: Die Basis erfolgreicher Führung 31 Dahinter steckt die Kultur, die sich wiederum aus einer Grundhaltung ergibt. Auch dazu eine kleine Geschichte: Vor einigen Jahren wurde über den deutschen Fernsehmoderator JÖRG PILAWA eine Doku gedreht. PILAWA war zu diesem Zeitpunkt nicht nur erfolgreicher Talkshow-Moderator, sondern auch Inhaber einer Filmproduktionsfirma, durch deren Büros er an einem Drehtag ging. In einer Szene kam er an einem Zimmer vorbei, in dem ein paar Angestellte zusammenstanden und gerade herzlich lachten. PILAWA ging weiter, blieb stehen, drehte sich der Kamera zu und sagte: „Da wird gelacht. Das ist gut, weil das heißt, da wird auch gearbeitet.“ Gemeinsames Lachen unter Menschen führt keineswegs zu bloßem Müßiggang. Vielmehr besteht der Vorteil darin, dass die Unternehmenskultur die Mitarbeitenden beeinflusst – und zwar durchaus im positiven Sinne. Sie werden Teil eines größeren Ganzen, fühlen sich integriert, geborgen und sicher. Im Gegensatz dazu bewirkt eine toxische Kultur, die von internem Wettbewerb und Leistungsdruck geprägt ist, genau das Gegenteil. Eine Unternehmenskultur des Gönnens und der Wertschätzung ermöglicht leichter ein Innehalten, einen Blick zum anderen. Im Wohlfühlen kann Kreativität entstehen, es entsteht Sinn. Wer hingegen aus Motiven des Geizes, des Wettbewerbs und des Drucks heraus agiert, wird mit den Ergebnissen weniger Freude haben. ES DARF GELACHT WERDEN

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