TRAUNER Leseprobe

Endlich bleiben mir die Leut’! 42 Ein Mitarbeiter, der nach Anerkennung und individuellem Erfolg strebt, wird von anderen Anreizen und Führungsmethoden motiviert als eine Mitarbeiterin, die den Fokus auf „Gemeinschaft“ legt. Ist die Ebene „Gemeinschaft“ die stärkste „Wir“- Ebene, haben wir eine lernende Organisation, umgeben von den Ebenen „Erfolg“ und „Integration“. Daher ist die Ebene „Gemeinschaft“ in vielen Unternehmen der Übergang in Richtung einer modernen Unternehmenskultur. Sie kann jedoch nur dann zu gelebter Eigenverantwortung, Augenhöhe und Reife führen, wenn die vorgelagerten Ebenen „Erfolg“ und „Ordnung“ bereits gut integriert worden sind. Fehlen diese Qualitäten, verlieren wir uns häufig im Anspruch, dass „sich alle lieb haben“ und gemeinsam eine gute Zeit verbringen. Indem man Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort abholt, wo sie stehen, sowie die betrieblichen Rahmenbedingungen und Führungsstile anpasst, kann man eine stärkere Bindung, höhere Zufriedenheit und letztlich bessere Ergebnisse erzielen. In Unternehmen dominieren derzeit vor allem die Ebenen 4–6: Organisationen, die auf klaren Strukturen, Regeln und Prozessen aufbauen. Es sind oft Unternehmen mit einer langen Tradition und festgelegten Hierarchien. Innovative, ergebnisorientierte und wettbewerbsorientierte Unternehmen, die ständig nach Innovationen und Verbesserungen suchen. Unternehmen, die großen Wert auf Gemeinschaft, Teamarbeit und das Wohl ihrer Mitarbeitenden legen. Die Auseinandersetzung mit den vorgestellten Modellen hilft dabei, den eigenen Führungsstil gezielt an die Bedürfnisse und Werte der Teammitglieder anzupassen. Indem Sie als Unternehmer/in oder Führungskraft ein Verständnis für diese Modelle und ihre Anwendung in der Unternehmensführung entwickeln, können Sie Ihre Teams und Teammitglieder noch effektiver führen und Ihre Unternehmenskultur noch bewusster weiterentwickeln.

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