Organisationsprinzipien verstehen: Die Basis erfolgreicher Führung 47 Geht es um Partizipation, stellt sich die Frage nach dem Grad der Einbindung anderer. In welchen Situationen sind welches Ausmaß und welche Form der Einbindung anderer sinnvoll? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Wirtschaftspsychologie u. a. seit der Mitte des 20. Jahrhunderts. Die sieben Stufen von Partizipation – von autoritär bis demokratisch – geben theoretisch viel Handlungsspielraum. Praktisch tendieren Führungskräfte aber in ihrem Verhalten eher zu nur einer Stufe. Das mag nicht immer jenes Verhalten sein, das in der spezifischen Situation – und der Unternehmenskultur insgesamt – am sinnvollsten ist. Als Führungskraft haben Sie das Recht, den Grad der Teilhabe zu bestimmen. Die Erfolgsformel lautet also nicht: Je mehr Einbindung, desto besser. Die Erfolgsformel lautet: Je nach Situation die passende Einbindung. Im Literaturverzeichnis finden Sie u. a. den Verweis zum Führungskontinuum von TANNENBAUM und SCHMIDT mit seinen sieben Stufen aus dem Jahr 1958. Ein erster Schritt heraus aus einer autoritär-patriarchalischen Kultur könnte sein, Teammitglieder (oder auch Gäste, Lieferanten etc.) aktiv nach ihrer Meinung und ihren Ideen zu fragen, sie also indirekt an Entscheidungsprozessen partizipieren zu lassen. Reflexionsfrage Die hier wichtigste Reflexionsfrage lautet: Wie viel Partizipation ist in meinem Betrieb/Team nützlich – und warum? Das nächste Modell hilft dabei, diese Frage sinnvoll beantworten zu können.
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