TRAUNER Leseprobe

Endlich bleiben mir die Leut’! 48 1.3.3 Das Delegationskontinuum „Als Manager/in muss ich Entscheidungen treffen!“ Das ist ein weitverbreiteter Glaubenssatz. Diesem stellen wir einen anderen Satz gegenüber: „Treffen Sie keine Entscheidungen, die Sie nichts angehen!“ Anders ausgedrückt: Treffen Sie keine Entscheidungen, die jemand anderes (z. B. ein Team im Unternehmen) besser treffen könnte. Da dies von mehreren Fragen abhängt (z. B.: Was können, dürfen und wollen die Mitarbeiter/innen? Um welche Situation handelt es sich?), brauchen wir ein flexibles Modell. Ein solches wurde vom norwegischen Gruppendynamiker TRYGVE JOHNSTAD in den 1970er-Jahren entwickelt und ist bis heute hilfreich: Ich habe entschieden ... ... und Sie sind eingeladen, mit mir zu diskutieren … 1 gar nichts ob etwas gemacht werden soll 2 dass etwas gemacht werden soll was gemacht werden soll 3 was gemacht werden soll wann, wie, wo und von wem es gemacht werden soll 4 wann, wie, wo und von wem es gemacht werden soll meine Beweggründe für meine Entscheidung 5 alles nichts, sondern um zu hören, welche Konsequenzen es für Sie dabei gibt 6 alles gar nichts Stufe 1 repräsentiert die kooperativste Möglichkeit, da offenbleibt, welche Funktionen von wem übernommen werden. Die Stufen 5 und 6 repräsentieren die autoritärste Form, da aufgrund der einseitigen oder gar nicht vorhandenen Kommunikation keine Möglichkeit für die Übernahme von Funktionen seitens der „Untergebenen“ vorgesehen ist.

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