TRAUNER Leseprobe

Organisationsprinzipien verstehen: Die Basis erfolgreicher Führung 57 1.4.3 Die Widerstandsmessung – eine Entscheidungsmethode, die funktioniert Partizipation beinhaltet, Ihren Teammitgliedern mehr Information, Meinungsäußerung und Mitentscheidung anzubieten. Es kann sein, dass Sie das teilweise z. B. in Form von Abstimmungen („Hand hoch, wer dafür ist“) bereits tun. Diese demokratische Form des Mehrheitsprinzips ist geläufig, hat aber ihre Schwächen. Wir haben für Sie ein wirkungsvolleres Werkzeug ausgesucht, das alle Teammitglieder beteiligt und dadurch zu nachhaltigeren und besseren Entscheidungen führen kann: die Widerstandsmessung, bekannt unter dem Fachbegriff „systemisches Konsensieren“. Diese ist nicht nur vielfach erprobt, sondern stellt einen sanften Einstieg dar, der im Idealfall Lust auf mehr Beteiligungsformen macht – ganz nach dem Motto: „Das ist eigentlich ganz praktisch und gar nicht so schwer, wie wir geglaubt haben.“ Übung: Ein neuer Weg zur gemeinsamen Entscheidung Schritt 1: Erklärung Detaillierte Erklärung: Was ist das „Neue“, das wir ausprobieren möchten? Warum machen wir das? Was möchten wir dadurch erreichen? Wie funktioniert es? Welche Rollen gibt es? Schritt 2: Die Prinzipien klar machen Es gilt, eine Entscheidung nach dem Prinzip des geringsten Widerstands aller zu treffen. Es gibt dafür eine vorgegebene Struktur und eine/n Moderator/in. Im Kreis haben alle die gleichen Stimmrechte. Alle machen mit. Schritt 3: Die Durchführung Nach der Vorstellung der Entscheidungsfrage (z. B.: „Wollen wir in Zukunft auch über Mittag den Betrieb offen halten?“) werden Ursachen und Rahmenbedingungen geklärt und nähere Informationen gegeben.

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