Endlich bleiben mir die Leut’! 58 Wenn alle sachlichen Verständnisfragen beantwortet sind, begründet jede Person reihum ihre Meinung zur Frage bzw. zum Vorschlag. In einer zweiten Meinungsrunde kann sich – nachdem alle Meinungen gehört worden sind – die eigene Meinung ändern. Das ist der „Entwicklungseffekt“ der Methode: Durch mehr Information und andere Aspekte kann jede Person eine noch stimmigere Position vertreten – zum Wohle des Gesamtzieles. Danach wird, abgeleitet aus dem Gehörten, eine Entscheidung vorgeschlagen (z. B.: „Wir haben ab dem nächsten Monatsersten jedes Wochenende, egal ob Feiertag oder nicht, den Betrieb auch über Mittag geöffnet“). Jetzt folgt die Messung des Widerstands gegen diesen Vorschlag. Sie können das mit Widerstandspunkten machen (0 = kein Widerstand, 10 = höchster Widerstand) oder durch Handheben: eine Hand heben = leichter Widerstand; zwei Hände heben = hoher Widerstand. Bei Widerstand, auch wenn er leicht ist, sollten die Gründe erfragt werden. Sie können einer noch besseren Lösung dienen. Bei schwerwiegendem Widerstand müssen jene Kreismitglieder, die zehn Widerstandspunkte vergeben oder beide Hände gehoben haben, ihre Bedenken unbedingt vorbringen. Diese Argumente werden in den Lösungsvorschlag integriert. Der finale Vorschlag wird dann zum Konsent gestellt. Wenn kein schwerwiegender Einwand gemeldet wird, gilt der Vorschlag als „im Konsent beschlossen“. Schritt 4: Das Feedback Anschließend haben alle die Möglichkeit, ihre Meinung zu dieser neuen Form der Partizipation zu äußern.
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