TRAUNER Leseprobe

Organisationsprinzipien verstehen: Die Basis erfolgreicher Führung 61 Solange Ressourcen günstig und scheinbar unbegrenzt verfügbar und Umweltaspekte kein Thema waren, war dieses Verhalten kein Problem. Doch jede Party geht einmal zu Ende. Jetzt – eigentlich schon gestern, aber heute ist immer noch besser als morgen – steht ein grundlegender Paradigmenwechsel an. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Paradigmenwechsel – Was nicht wächst, geht zugrunde!? Paradigma Das ist eine grundsätzliche Denkweise, die eine Weltanschauung erzeugt oder prägt. Definition Uns geht es hier um eines der wichtigsten Paradigmen unserer Welt, nämlich die Überflussgesellschaft in Verbindung mit der Wachstumsfrage. „Ohne sie geht es nicht“ – das ist stets die Eigendefinition einer Ideologie. Im Falle des Wachstumsparadigmas lautet die Eigendefinition: „Was nicht wächst, geht zugrunde.“ Innerhalb eines ideologischen Konstruktes ist Andersdenken nicht möglich. Es wird als undenkbar angesehen, dass eine andere Art zu reisen, zu essen, zu fühlen, zu wohnen, zu fahren etc. möglich bzw. sinnvoll sein könnte. Wer trotzdem eine andere Meinung vertritt oder etwas anders macht, stößt zunächst auf Irritation und meist auf Ablehnung. Hält man am Andersdenken fest, droht der Ausschluss aus der Gemeinschaft oder man wird zumindest belächelt.

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