Endlich bleiben mir die Leut’! 76 Hört man mehr Dissonanzen oder mehr Harmonien? Sogar wiederkehrende Handlungsmuster können hörbar werden. So wird die Kultur von Unternehmen wahrnehmbar und an Führungskräfte und Mitarbeitende zurückgespiegelt. Das Musik- und Klangereignis kann die gemeinschaftliche Reflexion und etwaige Veränderungsprozesse anregen. Jazzimprovisationen auf den Betrieb umgemünzt Für WOLFGANG STARK gibt es drei Regeln der Jazzimprovisation, die auch in Unternehmen umgesetzt werden könnten: Zuhören Oft nehmen wir uns zu wenig Zeit, den anderen Gehör zu schenken: „Die Abläufe sind festgelegt, was sollen immer diese Störgeräusche!“ Der Wirtschaftsphilosoph ANDERS INDSET ergänzt – und er zitiert dabei den Stanford-Professor RICHARD RORTY – mit einem Augenzwinkern: „Es ist immer zu befürchten, dass jemand anderes eine bessere Idee hat als ich.“ Wir sollten so uneitel sein und gut zuhören, wenn andere ihre Ideen einbringen. Die anderen gut aussehen lassen Es tut uns gut, Menschen zu helfen. Wir fühlen uns wohl und bekommen in den allermeisten Fällen auch etwas zurück. Außerdem arbeitet es sich um vieles leichter, wenn man weiß, dass es in der unmittelbaren Umgebung Menschen gibt, die es gut mit einem meinen. Stellen Sie sich das Ganze wie ein Bankkonto vor, auf das Sie mit jeder „Gut-aussehen-lassen-Aktion“ etwas einzahlen. Das Konto füllt sich. Wenn Sie einmal Hilfe brauchen, ist möglicherweise das Konto gut gefüllt und jemand kommt und steht Ihnen zur Seite, auch wenn Sie das gar nicht erwartet haben (siehe auch Beispiel S. 29). Es führt, wer das Thema führt So viel wird von Agilität gesprochen. „Sei agil“ ist jedoch schwer anzuordnen, Agilität entsteht. Gut führen heißt auch, den Mitarbeitenden gerne einmal die „Lead-Stimme“ zu überlassen.
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