Endlich bleiben mir die Leut’! 80 ANDREAS GFRERER meint dazu: „Ich kläre vorab, ob die Person zu einem ‚Entwicklungs-Duralog®‘ bereit ist. Befremden ist okay, es verschwindet aber meist schnell, weil viel Wertschätzung vermittelt werden kann – von beiden Seiten. Meine Erfahrung ist, dass sich die Leute rasch wohlfühlen mit dieser Struktur, weil sie einfach ist und Augenhöhe herstellt. Es gibt außerdem eine Fülle von ‚Duralogen®‘ mit anderen Anweisungen, die man auf ähnliche Weise durchführen kann, und die Leute gewöhnen sich daran, dass in diesem Betrieb ‚komische‘ Fragen gestellt werden, die aber rasch zu guten Ergebnissen führen. Das Wesentliche ist für mich weniger die exakt richtige Fragestellung als vielmehr der Zauber der Resonanz, der durch dieses Format wirksam wird.“ Eine dankbare Haltung für alle Informationen sowie eine offene Gesprächsbereitschaft sind die Grundhaltungen aller Beteiligten in diesem Prozess. Es entsteht eine Gastgeberrolle aller, die von Wertschätzung, Eigenverantwortung und Diversität („Jede/r ist anders“) geprägt ist. Das erschafft eine andere, lebensnähere Auffassung von Arbeit. Wir haben ANDREAS GFRERER als Beispiel für dieses Kapitel ausgewählt, weil sein Ansatz mehrdimensional ist: Er arbeitet mit einem Methodenmix und lässt aus verschiedenen Dimensionen, die er bespielt, ein stimmiges Gesamtbild entstehen – eine richtig gute Story, wie wir meinen. Gäste und Mitarbeiter/innen nutzen und teilen diese Story der Blauen Gans, damit sie über sich selbst erzählen können. Sie sagen: „Ich war (bzw. arbeite) in einem ganz außergewöhnlichen Hotel“, und meinen damit: „Ich bin ein außergewöhnlicher Mensch, denn nur außergewöhnliche Menschen wohnen (bzw. arbeiten) in außergewöhnlichen Hotels.“ Wenn Unternehmen eine Kultur des Wohlfühlens möglich machen, können sie auf Mitarbeiter/innen aktiv zugehen und Storys erfragen, die deren Verbundenheit mit dem Unternehmen widerspiegeln.
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