Endlich bleiben mir die Leut’! 86 1.7 Resilienz – stabile Zonen in ungewisser Zeit des Kapitels Ziel Das Modell der stabilen Zonen bietet vielfältige praktische Anwendungsmöglichkeiten. Richtig angewendet steigert es die Resilienz eines Unternehmens – wohl eine der besten Möglichkeiten, die Arbeitsplätze der Mitarbeitenden langfristig zu erhalten. Es ist aber auch ein Modell, das Menschen für sich persönlich verwenden können. Wir sind als Individuen oft den gleichen Umwelteinflüssen ausgesetzt wie Unternehmen und existieren nicht im luftleeren Raum. Das Modell der stabilen Zonen Entwickelt wurde dieses Modell von ROSWITA KÖNIGSWIESER auf Basis der Arbeit von TRAUGOTT LINDNER aus einer Zeit, als unsere Welt noch auf stabilen Säulen stand: Sozialpartnerschaft, lebenslange Arbeitsverhältnisse, stetig steigende Einkommen verbunden mit ebenso steigendem Wohlstand, keine Klimakrisensorgen etc. Das hat sich mittlerweile gründlich geändert. Finanzsysteme, Arbeitswelt, Familie, Kirche und Religion, Umwelt, die geopolitische Lage und vieles mehr wirken deutlich instabiler als noch vor 20 oder 30 Jahren. Heute verstehen wir die stabilen Zonen als ein Modell für Resilienz. Sie zeigen uns, wie widerstandsfähig wir gegenüber äußeren Einflüssen sind. Durch gezielte Reflexion können wir diese Widerstandskraft erkennen und gezielt stärken. Veränderungen, Unvorhersehbarkeiten, komplexe Situationen, Zeitdruck, selbst bittere Not oder Enttäuschungen lassen sich ertragen, sofern ein Mensch Fixpunkte hat, die stabil sind – einen Ankerplatz, der auch in stürmischen Zeiten Halt bieten. Dies gilt gleichermaßen für Führungskräfte wie für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
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