TRAUNER Leseprobe

Nachhaltiges Recruiting – Fische fangen im leeren Teich 97 Für Ihre künftigen, potenziellen „Fahnenträger/innen“ ist also das Image Ihres Betriebes − das Bild, wie der Betrieb von außen gesehen wird − eine erste Orientierung bei der Jobsuche. Wenn sie dieses Bild grundsätzlich anspricht, wollen sie mehr über das Unternehmen als Arbeitgeber erfahren. Folgende Fragen tauchen für Jobsuchende auf: Wie wird in diesem Betrieb mit den Menschen umgegangen? Welchen Stellenwert haben Umwelt, Nachhaltigkeit, Tierschutz oder anderes, das mir wichtig ist? Welcher Umgang miteinander würde mich hier erwarten? Werde ich hier in meiner Entwicklung gefördert? Ist das Unternehmen bzw. sind die Eigentümer/innen großzügig oder geizig? Ist der Betrieb ein verlässlicher Arbeitgeber? Der Employer-Branding-Prozess Um Jobsuchenden befriedigende Antworten auf diese und ähnliche Fragen liefern zu können, sollten Betriebe ihre eigenen Mitarbeitenden befragen. Das könnte folgendermaßen ablaufen: Alle Mitarbeiter/innen werden zu einer schriftlichen Umfrage eingeladen. Anschließend werden die Ergebnisse mit einigen Personen aus der Belegschaft vertieft. Das geschieht in moderierten Kleingruppen-Gesprächen. Durch die Auswertung der Antworten entsteht dann, in der Regel mithilfe externer Beratung, das Arbeitgeberversprechen des Unternehmens. In einem letzten Schritt wird die Kommunikationsstrategie, die auch Details wie die Gestaltung der Kommunikationsmittel beinhaltet, kreiert. So finden Sie Ihr Arbeitgeberversprechen, Ihre EVP: Die Mitarbeiter/innen sagen selbst, wie sie ihr Unternehmen als Arbeitgeber wahrnehmen und wie sie die Arbeit und Zusammenarbeit im Unternehmen erleben. Authentischer kann ein Versprechen nach außen nicht entstehen.

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